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Ratgeber über Pools, Filteranlagen und zur Poolpflege

Wie oft Poolwasser filtern: So erziele ich gute Ergebnisse

Wenn man im Internet Foren durchsucht oder mit anderen Poolbesitzern spricht ist neben der Frage des richtigen Filters meist die nach der Häufigkeit und Dauer der Filtration. Diese Frage kann man aber nicht pauschal beantworten, daher möchte ich in diesem Artikel darauf eingehen, wie oft Poolwasser zu filtern ist, wie Sie es am besten anstellen und was es mit dem Dauerfiltern auf sich hat.

(Auch) auf den Filter kommt es an

Erst einmal gilt es zu unterscheiden, welchen Filter Sie haben. Hier habe ich schon einmal den wesentlichen Unterschied zwischen Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter erklärt.

Kurz zusammen gefasst ist ein Kartuschenfilter (der oft bei Pools im Set dabei ist) eher nur für kleine Wassermengen geeignet, sehr wartungsintensiv und weist oft keine adäquate Filterleistung auf. Dafür sind solche Filter eher billig.

Eine Sandfilteranlage ist in der Anschaffung zwar teurer aber weist auch deutlich mehr Vorteile auf: Neben der relativ geringen Wartung ist der Sand als Filtermedium sehr gut geeignet, feinste Teile aus dem Pool zu bekommen. In Kombination mit einem Flockungsmittel funktioniert das natürlich noch besser.

Außerdem hat ein Sandfilter viele Optionen (Filtern, Rückspülen, Umwälzung, etc.) die Sie bei einem Kartuschenfilter nicht haben. Ich spreche bei diesem Thema auch aus Erfahrung: Mein Jahr mit Kartuschenfilter bei meinem Intex-Aufstellpool mit rund 15 m³ Fassungsvermögen würde ich am liebsten für immer vergessen.

Letzte Aktualisierung: 22.05.2022, Bilder von amazon.de

Leistung der Filteranlage

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie – so wie ich – eine Sandfilteranlage zu Hause haben. Dann wäre der nächst Schritt zu berechnen, wie viel Wasser in Ihrem Pool ist und welche Leistung Ihre Sandfilteranlage hat bzw. haben sollte. Dazu können Sie auch hier nachlesen: Sandfilteranlage – welche Leistung sollte diese bei meinem Pool haben?

Empfohlen wird, dass die Anlage zumindest in 4 Stunden einmal das ganze Poolwasser umwälzt. Haben Sie also (so wie ich) ein Becken mit etwa 15.000 Liter Fassungsvermögen, wäre dies eine Leistung von zumindest 4.000 Litern pro Stunde. So kann die Pumpe in 4 Stunden 16.000 Liter umwälzen.

Ein Kartuschenfilter kann hier meiner Erfahrung nach nicht mithalten. Sehen Sie sich dazu auch die folgende Tabelle (die ich nach Recherche im Internet erstellt habe) an:

Fassungsvermögen in m³Fassungsvermögen in Liternerforderliche Pumpleistung in Litern pro Stunde
44.0001.000 L/h
88.0002.000 L/h
1212.0003.000 L/h
1616.0004.000 L/h
2020.0005.000 L/h
2424.0006.000 L/h

Wie oft das Poolwasser filtern?

Um es kurz zu machen – ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Sandfilteranlage rund 10 bis 12 Stunden pro Tag laufen zu lassen. Damit wird das Wasser etwa 2,5- bis 3-mal umgewälzt und das hat bei mir zu Hause (mit allen Begleitmaßnahmen was die Pflege betrifft) immer sehr gut ausgereicht.

Natürlich nützt es nichts, die Anlage rund um die Uhr laufen zu lassen, wenn nebenher der PH-Wert im Pool nicht stimmt oder nicht ausreichend desinfiziert (gechlort) wird.

Ich filtere also jeden Tag 10-12 Stunden und nutze dazu auch den Zeitschalter meines Sandfilters. Dieser schaltet sich dann jeden Tag um 08:00 Uhr morgens ein und filtert grundsätzlich bis 20:00 Uhr abends. Wenn jemand den Pool nutzt, schalte ich die Anlage immer manuell aus und dann wieder ein.

Außerdem hat ein Sandfilter viele Optionen (Filtern, Rückspülen, Umwälzung, etc.) die Sie bei einem Kartuschenfilter nicht haben.

Ich spreche bei diesem Thema auch aus Erfahrung: Mein Jahr mit Kartuschenfilter bei meinem Intex-Aufstellpool mit rund 15 m³ Fassungsvermögen würde ich am liebsten für immer vergessen. Ich vermeide das Filtern in der Nacht, weil es erstens nicht notwendig ist (Ausnahme siehe unten) und ich auch Nachbarn habe, auf die ich Rücksicht nehmen möchte. Bei mir zu Hause läuft übrigens diese Sandfilteranlage*.

Letzte Aktualisierung: 22.05.2022, Bilder von amazon.de

Wann längeres Filtern (Dauerfiltern) Sinn macht

Manches Mal macht aber auch das Dauerfiltern über einen bestimmten Zeitraum Sinn. Beispielsweise wenn trotz aller Pflegemaßnahmen aufgrund besonderer Umstände (meist extreme Hitze) das Poolwasser zu kippen droht oder bereits leicht gekippt ist. Es wird dann grünlich, weil die Algenbildung stark zunimmt. In so einem Fall bewahre ich erst einmal Ruhe und mache dann folgendes:

Zuerst reinige ich die Sandfilteranlage durch rückspülen. Danach stelle ich den PH Wert auf die empfohlenen 7,2 bis 7,4 ein und mache eine Stoßchlorung. Dann gebe ich Flockungsmittel in den Skimmer, decke den Pool mit einer Poolfolie ab und lasse die Pumpe für etwa zwei Stunden nur umwälzen.

Im Anschluss daran stelle ich die Pumpe auf Filtern um und lasse sie einmal 24 Stunden durch laufen. Dann sehe ich nach, ob sich die Situation gebessert hat, prüfe noch einmal den PH Wert und lasse gegebenenfalls den Sandfilter noch einmal 24 Stunden laufen. Nach insgesamt 48 Stunden bzw. 2 Tagen sollte das Wasser wieder klar sein.

Wie oft Poolwasser filtern: Fazit

Die Filterung des Poolwassers ist einer der Schlüssel zum Erfolg, um sauberes Wasser im Becken zu haben. Vor allem beim Badebetrieb oder nach einem hohen Schmutzeintrag ist das Filtern eine wesentliche Sache, die auch Algenbildungen vermeidet.

Kommt es dennoch zu einem Algenbefall und verfärbt sich das Wasser grün, können Sie immer noch mit einem Dauerfiltern von ein- bis zwei Tagen das Wasser wieder reinigen. Dazu müssen Sie aber auch den Sandfilter regelmäßig rückspülen, damit die Filterleistung hoch bleibt.

Zum Schluss noch der Hinweis darauf, welche Sandfilteranlage ich daheim habe: Es handelt sich um ein Modell, das ich schon die vier Saisonen in Betrieb habe und mit dem noch immer sehr zufrieden bin:

Steinbach Filteranlage Comfort 50, Umwälzleistung 6,6...*
  • Leistungsstarke Filteranlage für Pools bis 33,000 l Inhalt
  • Umwälzleistung 6,600 l/h
  • 230 V/450 W

Letzte Aktualisierung: 22.05.2022, Bilder von amazon.de


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